Es war einmal eine kleine Raupe, die war so klein, dass kaum jemand sie beachtete. Darum begann sie eines Tages beim Umherkriechen im Gemüsebeet damit leise vor sich hinzumurmeln: "Was aus mir noch einmal wird! Was aus mir noch einmal wird!" Zwischendurch fraß sie mal hier und mal dort, drehte den Kopf mal nach links, mal nach rechts und flüsterte wieder und wieder: "Was aus mir noch einmal wird!" Da kam sie in die Nähe des großen Kohlkopfes. Rund und dick schaute er auf sie herab und fragte mitleidig: "Was bist denn du für ein kleines Würmchen?" Die Raupe aber kroch einfach weiter und sagte: "Was aus mir noch einmal wird!" Da kam sie in die Nähe des Stachelbeerstrauches. Der fragte spitz, wie es so seine Art war: "Wer bist denn du?" Aber die kleine Raupe kroch in aller Ruhe weiter und sagte: "Was aus mir noch einmal wird!" Zuletzt kam sie zum
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Sonntag, 25. Oktober 2015
Samstag, 17. März 2012
Jorinde & Joringel {Ostara Märchen}
| John Duncan "Yorinda and Yoringel in the Witch´s Wood" |
Es war einmal ein altes Schloss mitten in einem großen dicken Wald, darinnen wohnte eine alte Frau ganz allein, das war eine Erzzauberin. Am Tage machte sie sich zur Katze oder zur Nachteule, des Abends aber wurde sie wieder ordentlich wie ein Mensch gestaltet. Sie konnte das Wild und die Vögel herbeilocken, und dann schlachtete sie, kochte und briet es. Wenn jemand auf hundert Schritte dem Schloss nahe kam, so musste er stillestehen und konnte sich nicht von der Stelle bewegen, bis sie ihn lossprach; wenn aber eine keusche Jungfrau in diesen Kreis kam, so verwandelte sie dieselbe in einen Vogel und sperrte sie
Schneewittchen {Ostara Märchen}
| resource: movie "Snow White A tale of Terror" |
Es
war einmal mitten im Winter, und die Schneeflocken fielen wie Federn
vom Himmel herab, da saß eine Königin an einem Fenster, das einen
Rahmen von schwarzem Ebenholz hatte, und nähte. Und wie sie so nähte
und nach dem Schnee aufblickte, stach sie sich mit der Nadel in den
Finger, und es fielen drei Tropfen Blut in den Schnee. Und
weil das Rote im weißen Schnee so schön aussah, dachte sie bei sich
'hätt ich ein Kind so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so
schwarz wie das Holz an dem Rahmen.' Bald darauf bekam sie ein
Töchterlein, das war so weiß wie Schnee, so rot wie Blut, und so
schwarzhaarig wie Ebenholz, und ward darum das Schneewittchen
genannt. Und wie das Kind geboren war, starb die Königin.Über ein
Jahr nahm sich der König eine andere Gemahlin. Es war eine
Sonntag, 11. März 2012
Ostara Zopf
50 g Mehl, 1 Würfel Hefe, 45 g Zucker, ½ Tl Salz, 350 ml Milch, 75 g Butter, 1 Eigelb, Puderzucker, Zitronensaft, Mandelplättchen
Das Mehl in eine Schüssel sieben, eine Mulde in die Mitte drücken. Die kleingewürfelte Hefe mit 1 Tl Zucker und etwas lauwarmer Milch anrühren. Schüssel abgedeckt ca. 10 Minuten stehen lassen. Den restlichen Zucker, Salz, Butter und Milch am Rand verteilen, vorsichtig zu einem Teig verrühren und dann fünf Minuten kräftig durchkneten. Den Teig in die bemehlte Schüssel zurücklegen und zugedeckt 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Teig nochmals durchkneten, in drei gleiche Teile trennen und die Teile ca. auf 40 cm Länge ausrollen. Einen Zopf daraus flechten und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nochmals 45 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Das Eigelb mit 1 El Milch verquirlen und über den Zopf streichen. Ca. 1 Stunde bei 170 °C backen. Puderzucker mit wenig Zitronensaft streichfähig verrühren, den Zopf damit bestreichen und mit Mandelplättchen bestreuen.
Samstag, 23. April 2011
Persephone
Die
griechische Persephone (Kore "Kornmädchen" ist ihr
Kindheitsname) ist nicht nur die Göttin der Wiedergeburt und
der Auferstehung sondern auch die Herrscherin über die Welt der
Toten. Somit vereint sie in sich die Gegensätze von Sommer und
Winter und verkörpert die Fruchtbarkeit der Erde. Den Winter über
weilt sie in der Unterwelt, während alles Wachstum auf der Erde sich
einstellt. Doch mit den ersten warmen Strahlen der Frühlingssonne
kehrt sie zu ihrer Mutter, der Erdgöttin Demeter, zurück woraufhin
diese den Sommer erneut ins Land ziehen lässt.
❧
❧
Kore,
die liebliche Tochter der Erde, lebte mit
ihrer Mutter Demeter in einem fruchtbar blühendem und immergrünem
Land. Kore war der Augapfel ihrer Mutter. Diese liebte und verwöhnte
ihre Tochter und ertrug es kaum eine Weile von ihr getrennt zu sein.
Eines Tages zogen Kore und ihre Freundinnen aus um in den heiligen
Hainen wilde Blumen zu pflücken. Das Mädchen entfernte sich von
ihren Begleiterinnen da sie sich wie magisch von einer herrlich
glänzenden Narzisse angezogen fühlte. Als sie jedoch ihre Hand
ausstreckte um die Blume zu pflücken tat sich vor ihr der Boden auf
und in einem
goldenen von schwarzen Rappen
gezogenem Wagen erschien Hades, der Gott der Unterwelt, und entführte
Kore in sein Reich unter der Erde. Nachdem Demeter von den anderen
über das Verschwinden ihrer geliebten Tochter benachrichtigt wurde
zog sie aus um überall nach Kore zu suchen. Sie wanderte durch die
ganze Welt doch konnte sie ihre Tochter trotz aller Mühe nicht
finden. Endlich beschloss Demeter, verzweifelt und traurig, dass sie
nichts mehr auf der Erde würde wachsen und gedeihen lassen bis Kore
zu ihr zurückkehrte. So lies sie alle Pflanzen verdorren, alles Grün
verwelken und die ganze Welt versank zum ersten Mal in tiefstem
Winter. Währenddessen hatte Hades, der Herr der Unterwelt, sich so
unsterblich in Kore, die Frühlingsjungfrau, verliebt dass er sie bei
sich behalten wollte und gar nicht daran dachte sie zurück zu ihrer
Mutter zu schicken. Er bot Kore drei Granatapfelkerne zu essen an,
wohl wissend, dass wer in der Unterwelt etwas isst für immer an das
Reich der Toten gebunden ist. Kore aß die drei Kerne und verwandelte
sich. Nun war sie nicht mehr Kore, die Tochter der Demeter, sie wurde
zu Persephone, zur Göttin des Todes und zur Herrin der Unterwelt,
welche die Samen in den Leib der Erde und die ungeborenen Babys in
den Bauch ihrer Mütter sendet.
So
dauerte der Winter und wollte nie mehr enden. Sogar die anderen
Götter begannen sich Sorgen zu machen und jammerten darüber dass
die herrliche Erde all ihre Fruchtbarkeit und Schönheit verloren
hatte. Um den Schmerz Demeters zu besänftigen beschlossen die Götter
dass Persephone als Führerin der Seelen und Walterin über die
Wiedergeburt, den Winter über in der Unterwelt verbringen solle um
die Seelen der Toten zu hüten. Doch erlaubte man ihr jedes Jahr im
Frühling mit den keimenden Samen auf die Erde zurückzukehren und
den Einzug neuen Lebens zu verkünden. Deswegen lässt Demeter jedes
Jahr erneut die Erde ergrünen und erblühen wenn ihre Tochter
heimkehrt und die Welt die Wintermonate über in Todesstarre
versinken wenn sie um die in die Unterwelt zurückgekehrte Persephone
trauert.
©zissa
Samstag, 12. März 2011
Ostara und der Frühlingshase {Ostara Märchen}
![]() |
| resource: Ravynne Phelan |
von
©zissa - nach einer alten Sage über die germanische Göttin Ostara
Einmal,
als die Sonne gerade über die Berggipfel im Osten kletterte und ihre
warmen Lichtstrahlen wie flüssiges Gold über den Garten der Göttin
glitten, ging Ostara in ihrem unendlich tiefen Zauberwald spazieren.
Bunt leuchtende Blumen wuchsen auf den Lichtungen und weiches Gras
liebkoste die nackten Füße der Göttin. Die Vögel zwitscherten und
sangen ihre fröhlichen Lieder, zum Dank dafür, dass alle Tiere und
Bäume wohlbehalten aus dem Winterschlaf geweckt worden waren. Die
Göttin sah, dass alle ihre Geschöpfe wohlauf waren. Die Lämmer
sprangen auf den Feldern und tranken die warme Milch ihrer Mütter.
Die Rehe grasten mit ihren kleinen neugierigen Kindern an den
Waldhängen und die frischen grünen Blätter der Birken rauschten
lieblich im duftenden
Donnerstag, 10. März 2011
Zwergenreich {Ostara Traumpfad}
Stell
dir vor du gehst durch einen lichten, hellen Wald. * Du fühlst dich
wohl und genießt deinen Spaziergang. * Mächtige Bäume wachsen
neben dir bis in den Himmel hinauf. Ihre frischen Blätter leuchten
im Sonnenlicht. * Spürst du wie die warmen Sonnenstrahlen dich
berühren? * Zärtlich streicheln sie dein Gesicht.* Der Wind rauscht
leise in den Baumwipfeln. Hörst du wie er säuselt und ächzt? *
Unter deinen nackten Füßen fühlst du die Erde - weich und warm. *
Atme tief und langsam ein. * Bei jedem Schritt. * Ein und aus. * Es
duftet herrlich, erdig und süß. * Immer tiefer führt dich dein
Pfad in den Wald hinein. * Hügelauf und hügelab. * Als würdest du
über sieben Berge wandern. * Mit der Zeit wird der Wald immer
dichter und stiller und kühler. * Doch du hast keine Angst. * Du
fühlst dich wohl und geborgen. * Wilde Gräser und Farne wuchern
neben dir empor. * Tannenbäume schwanken im leichten Wind. * An
bemoosten Baumstümpfen kommst du vorüber, siehst verwitterte Steine
und rote Fliegenpilze am Wegrand stehn. * Der Pfad ist zu Ende und du
kletterst einen kleinen Anhang zu einem großen mächtigen Berg
hinauf. * Dort entdeckst du eine Höhle. * Ein kleiner Zwerg steht am
Eingang der Höhle und wartet auf dich. * Wie sieht der Zwerg aus?
Welche Farben haben seine Kleider? * Freundlich winkt der Zwerg dir
zu. * Noch zögerst du, doch dann nimmst du all deinen Mut zusammen
und folgst ihm in den dunklen Höhleneingang. * Zunächst ist alles
finster, nur die kleine Laterne des Zwerges hilft dir dabei dich den
schmalen Tunnel entlang zu tasten.* Doch wie staunst du da, als ihr
mit einem Mal das Ende des Tunnels erreich. Du bemerkst dass es in
dem Berg eine kleine Welt für sich gibt. * Ein strahlendblauer
Himmel überzieht die unterirdische Zwergenwelt.* Eine leuchtende
Sonne steht am Firmament. * Vögel und Schmetterlinge flattern um
dich herum.* Blumen und Bäume erblühen überall. * Es gibt kleine
Gärten, sprudelnde Bächlein voller Fische und hübsche
Zwergenhäuschen.* Du siehst spielende Zwergenkinder.*Eine Festtafel
mit speisendem, schmausendem Zwergenvolk.* Dein Zwerg führt dich
vorbei an alldem zu einer kleinen hölzernen Kiste. * Dort bewahrt er
alle Schätze auf die ihm der Berg bei seiner Arbeit geschenkt hat.*
Der Zwerg möchte auch dir einen seiner Schätze schenken. * Langsam
öffnet er die Kiste.* Er nimmt einen der Edelsteine heraus und
überreicht ihn dir. * Wie sieht der Edelstein aus? Welche Farbe hat
er? * Herzlich bedankst du dich bei deinem Zwerg für das Geschenk. *
Er führt dich durch den Tunnel, zurück zum Ausgang des Berges. * Du
willst dem Zwerglein noch zuwinken, doch da ist es schon
verschwunden. * Glücklich machst du dich auf den Heimweg. * In
deinen Händen fühlst du schwer den Edelstein.* Du selbst fühlst
dich bei jedem Schritt angenehm, glücklich und entspannt. * Du
atmest tief und langsam. * Ein und aus.* Bei jedem Schritt.* Du
beendest deinen Spaziergang.* Und bist wieder zu Hause.*
©zissa
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