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Sonntag, 6. Dezember 2015

Knecht Ruprecht {Jule Märchen}


Einmal, so im Mittwinter, als der wilde Jäger unterwegs war, verlor ein Tier aus seinem Gefolge die Eisen. Sein Reiter musste mit dem Pferd und Hund zurückbleiben und verirrte sich als er den hohen Zug einholen wollte. Endlich stieß er auf die Hütte einer armen Witwe, die hauste mit ihren Kindern mitten im Wald. Der Reiter, ein alter graubärtiger Geselle, warf die Tür auf, trat mit dem Hund ein, der auch gleich die Kleinen anfuhr, dass eines von ihnenniederstürzte, und verlangte zu essen und zu trinken. Die arme Frau erschrak sehr. Sie fragte nicht nach dem Namen, noch nach dem Woher und Wohin, brachte hastig, was gerade auf dem Herd stand, und wollte den Gast zufrieden stellen. Der aß und trank,

Samstag, 11. Januar 2014

Winterfee


Die Winterfee hat ihr Zuhause im Mond. Sie liebt die Kälte und den Raureif auf den Gräsern. Sie tanzt mit den Schneeflocken die vom Himmel fallen und haucht eisige Kälte über das ganze Land. Ihre Augen strahlen eisblau und ihre Haut ist so weiß wie eine Schwanenfeder. Wenn es Winter wird, hüllt sie sich in ihre mondsilbernen, mit Schneeflocken und Eisblumen bestickten, Umhänge und setzt sich ihre Eiszapfenkrone aufs Haupt. Wie eine Königin steigt sie vom Himmel auf unsere Erde herab um die Natur unter ihren nebligen Schneedecken zu verbergen. Den ganzen Winter über bleibt sie auf der Erde und kümmert sich darum, dass Tiere und Pflanzen beschützt unter der erstarrten Erdschicht schlafen können.

Alle Jahre wieder
kommt die Winterfee.
Auf die Erde nieder
fällt ihr weicher Schnee.

Alles glänzt so sauber,
herrlich rein und weiß.
Mond und Feenzauber
Frost und Schnee und Eis.

Komm in unsren Garten
Tanz mit uns im Wald.
Müssen wir noch warten?
Kommt sie jetzt schon bald?

Freitag, 13. Dezember 2013

Alles zu seiner Zeit {Jule Märchen}


Die Göttin saß tief unten im Herzen der Erde am Feuer und wärmte ihre kraftvollen alten Hände an den lodernden Flammen von Lava und Glut. Lächelnd murmelte sie leise Worte der Magie und des Zaubers vor sich hin. Nur wenige versteckte Pfade reichen bis in ihr Zuhause, in die Tiefen der Berge, zum Mittelpunkt der Erde. Es ist nicht leicht zu ihr zu gelangen und wenig Besuch bekam sie um diese Zeit. Nur die Wurzeln der ältesten und weisesten Bäume waren durch die harte Kruste der Erde bis zu ihren Höhlen hinabgewachsen. Die stärksten Wurzeln schlangen sich liebevoll um das Feuer der Göttin

Samstag, 19. November 2011

Geburt des Sonnenkindes {Jule Märchen}


Es war einmal tiefster Winter auf der Erde. Es war kalt. Eisigkalt. Die Sonne schien nur mehr ganz schwach und sie hatte keine Kraft mehr die Erde zu wärmen. Der Wind wehte so stürmisch dass sich die Bäume unter ihm bogen. Kannst du dir vorstellen wie kalt es war? Alles war still auf der Erde. Die Tiere schliefen tief und fest in ihren Höhlen und Schlupfwinkeln. Eng aneinandergekuschelt träumten sie. Alle Bäume und Blumen hatten sich tief in ihre Wurzeln und Samen zurückgezogen und schliefen. Alle Elfen, Feen und Zwerge ruhten tief verborgen in der Erde. Kein Vogel sang. Kein Blatt raschelte im Wind.

Samstag, 12. November 2011

Avalon {Jule Traumpfad}

resource: John William Waterhouse

Stell dir vor du trittst, in deine warmen Wintersachen gehüllt, aus dem Haus auf eine verschneite Winterwiese. * Die Luft riecht nach klirrender Kälte und Schnee und du ziehst dir schnell deine flauschigen Handschuhe über die Finger. * Es ist kalt. Herrlich glänzt die schneeweiße Landschaft im Sonnenlicht. * Doch plötzlich, du traust fast deinen Augen nicht, siehst du etwas kleines rotes vor dir im Schnee auf und abfliegen. Es ist ein Schmetterling. Mitten im Winter. * Jetzt tanzt er vor deiner Nasenspitze hin und her.* Ich glaube, er will dir etwas sagen. Sei ganz leise und lausche seiner Stimme. * Er möchte, dass du mit ihm kommst. Folge ihm über den Schnee. * Der Schmetterling führt dich zu einem verfallenen Brunnen am Rande des Waldes. * Du beugst dich über den mit Schnee bestäubten