Einmal, so im Mittwinter, als der wilde Jäger unterwegs war, verlor ein Tier aus seinem Gefolge die Eisen. Sein Reiter musste mit dem Pferd und Hund zurückbleiben und verirrte sich als er den hohen Zug einholen wollte. Endlich stieß er auf die Hütte einer armen Witwe, die hauste mit ihren Kindern mitten im Wald. Der Reiter, ein alter graubärtiger Geselle, warf die Tür auf, trat mit dem Hund ein, der auch gleich die Kleinen anfuhr, dass eines von ihnenniederstürzte, und verlangte zu essen und zu trinken. Die arme Frau erschrak sehr. Sie fragte nicht nach dem Namen, noch nach dem Woher und Wohin, brachte hastig, was gerade auf dem Herd stand, und wollte den Gast zufrieden stellen. Der aß und trank,
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Sonntag, 6. Dezember 2015
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Samstag, 11. Januar 2014
Winterfee
Die
Winterfee hat ihr Zuhause im Mond. Sie liebt die Kälte und den
Raureif auf den Gräsern. Sie tanzt mit den Schneeflocken die vom
Himmel fallen und haucht eisige Kälte über das ganze Land. Ihre
Augen strahlen eisblau und ihre Haut ist so weiß wie eine
Schwanenfeder. Wenn es Winter wird, hüllt sie sich in ihre
mondsilbernen, mit Schneeflocken und Eisblumen bestickten, Umhänge
und setzt sich ihre Eiszapfenkrone aufs Haupt. Wie eine Königin
steigt sie vom Himmel auf unsere Erde herab um die Natur unter ihren
nebligen Schneedecken zu verbergen. Den ganzen Winter über bleibt
sie auf der Erde und kümmert sich darum, dass Tiere und Pflanzen
beschützt unter der erstarrten Erdschicht schlafen können.
Alle
Jahre wieder
kommt
die Winterfee.
Auf
die Erde nieder
fällt
ihr weicher Schnee.
Alles
glänzt so sauber,
herrlich
rein und weiß.
Mond
und Feenzauber
Frost
und Schnee und Eis.
Komm
in unsren Garten
Tanz
mit uns im Wald.
Müssen
wir noch warten?
Kommt
sie jetzt schon bald?
Freitag, 13. Dezember 2013
Alles zu seiner Zeit {Jule Märchen}
Die
Göttin saß tief unten im Herzen der Erde am Feuer und wärmte ihre
kraftvollen alten Hände an den lodernden Flammen von Lava und Glut.
Lächelnd murmelte sie leise Worte der Magie und des Zaubers vor sich
hin. Nur wenige versteckte Pfade reichen bis in
ihr Zuhause, in die Tiefen der Berge, zum Mittelpunkt der
Erde. Es ist nicht leicht zu ihr zu gelangen und wenig Besuch bekam
sie um diese Zeit. Nur die Wurzeln der ältesten und weisesten Bäume
waren durch die harte Kruste der Erde bis zu ihren Höhlen
hinabgewachsen. Die
stärksten Wurzeln schlangen sich liebevoll um das Feuer der Göttin
Samstag, 19. November 2011
Geburt des Sonnenkindes {Jule Märchen}
Es
war einmal tiefster Winter auf der Erde. Es war kalt. Eisigkalt. Die
Sonne schien nur mehr ganz schwach und sie hatte keine Kraft mehr die
Erde zu wärmen. Der Wind wehte so stürmisch dass sich die Bäume
unter ihm bogen. Kannst du dir vorstellen wie kalt es war? Alles war
still auf der Erde. Die Tiere schliefen tief und fest in ihren Höhlen
und Schlupfwinkeln. Eng aneinandergekuschelt träumten sie. Alle
Bäume und Blumen hatten sich tief in ihre Wurzeln und Samen
zurückgezogen und schliefen. Alle Elfen, Feen und Zwerge ruhten tief
verborgen in der Erde. Kein Vogel sang. Kein Blatt raschelte im Wind.
Samstag, 12. November 2011
Avalon {Jule Traumpfad}
![]() |
| resource: John William Waterhouse |
Stell
dir vor du trittst, in deine warmen Wintersachen gehüllt, aus dem
Haus auf eine verschneite Winterwiese. * Die Luft riecht nach
klirrender Kälte und Schnee und du ziehst dir schnell deine
flauschigen Handschuhe über die Finger. * Es ist kalt. Herrlich
glänzt die schneeweiße Landschaft im Sonnenlicht. * Doch plötzlich,
du traust fast deinen Augen nicht, siehst du etwas kleines rotes vor
dir im Schnee auf und abfliegen. Es ist ein Schmetterling. Mitten im
Winter. * Jetzt tanzt er vor deiner Nasenspitze hin und her.* Ich
glaube, er will dir etwas sagen. Sei ganz leise und lausche seiner
Stimme. * Er möchte, dass du mit ihm kommst. Folge ihm über den
Schnee. * Der Schmetterling führt dich zu einem verfallenen Brunnen
am Rande des Waldes. * Du beugst dich über den mit Schnee bestäubten
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